
NEU · Mein Buch über Pflege
An deiner Seite bis zuletzt //
Wie ich für einen würdevollen Tod meiner Mutter kämpfte und was ich dabei über Pflege lernte
„An deiner Seite bis zuletzt“ ist mein neues Buch über ein für mich unerwartetes Thema:
Als mein Vater völlig überraschend stirbt, bin ich von einem Tag auf den anderen verantwortlich für meine gebrechliche Mutter. Mein Leben steht danach Kopf: ein Marathon zwischen Pflegekasse, Notaufnahme und Hausarztpraxis, unterstützt von polnischen Pflegerinnen. Ich erzähle, wie es gelingt, einem geliebten Menschen ein Leben und Sterben in Würde zu Hause zu ermöglichen. Ich zeige aber auch, woran das oft scheitert: an einem Pflegesystem, das Angehörige allein lässt. Mein Buch soll Mut machen und das weitergeben, was ich lernen musste, als ich aus heiterem Himmel Pflegeexpertin wurde.
Erscheint
20. Oktober 2026
bei Yes Publishing
Ausgabe
Softcover, 192 Seiten
18,00 €
Ausgabe
Softcover, 192 Seiten
18,00 €
Auf einen Blick
Das Wichtigste in Kürze //
Thema
Häusliche Pflege eines Elternteils bis zum Tod. Persönlich erzählt, journalistisch recherchiert, mit Stimmen aus Pflegewissenschaft, Medizin und Sozialforschung.
Für wen
Alle, deren Eltern älter werden, pflegende Angehörige und all jene, die wissen wollen, was sich in der Pflege ändern muss.
Umfang
192 Seiten, Softcover, zehn Kapitel plus Anhang mit Anlaufstellen.
Erscheinungstermin
Oktober 2026 bei Yes Publishing.
22 Monate
Die Geschichte
dahinter //
Am 16. Januar 2023 sitze ich in einer Videokonferenz, als meine Mutter anruft: Mein Vater ist tot. Er war 83, lungenkrank, aber aktiv und rüstig. Niemand in unserer Familie hätte damit gerechnet, dass er vor meiner Mutter sterben könnte. Er war es, der sie versorgte. Mit ihm fiel von einem Moment auf den anderen das ganze Gerüst weg, das ihren Alltag sicherte.
Ich setzte mich in den ICE nach Stuttgart und dachte, das Ganze sei nur eine Frage der Organisation. Daraus wurden herausfordernde 22 Monate. Monate mit Anträgen und Gutachterterminen, mit Pflegepannen und menschlich belastenden Momenten. Monate mit Pflegerinnen aus Polen, ohne die nichts gegangen wäre. Ein stetiger Kampf darum, meiner Mutter ihre Mobilität und Eigenständigkeit zu erhalten. Nächte in der Notaufnahme, weil kaum ein Arzt noch Hausbesuche macht. Nach Krankenhausaufenthalten war meine Mutter schwächer als vorher. Und immer wieder stellte sich die Frage, wie viel Fürsorge ein Mensch braucht und wie viel Selbstbestimmung er behalten muss.
Diese Zeit war anstrengend, oft zermürbend. Aber ich habe meine Mutter in dieser Zeit auch noch einmal neu kennengelernt. Wir sind zusammen verreist, in die Oper und ins Restaurant gegangen. Was eine Last hätte sein können, wurde zu einem Abschied auf Zeit, der uns zusammenschweißte.
Im November 2024 starb meine Mutter mit 84 Jahren friedlich in ihrem eigenen Bett. Ich hielt ihre Hand. Dass dieser Tag ein guter Tag werden konnte, war kein Zufall. Es war das Ergebnis eines ständigen Ringens mit einem System, das darauf baut, dass liebende Angehörige alle Lücken auffangen.
Als Journalistin wollte ich wissen: Hatten wir einfach Pech? Ich habe mit Fachleuten gesprochen und mich durch Studien und Leitlinien gearbeitet. Die Antwort ist ernüchternd. Was wir erlebt haben, ist kein Einzelfall. Es ist typisch für die häusliche Pflege in Deutschland.

Mit meiner Mutter 1971 in Italien – das Foto war das Coverfoto eines Buchs meiner Mutter: „Ist die Hausfrau noch zu retten?“ (1972)

Mit meiner Mutter in der Stuttgarter Oper, Mai 2024, ein halbes Jahr vor ihrem Tod
Aus der Praxis
Was Sie aus diesem Buch mitnehmen //
Kein klassischer Ratgeber – aber voller Hinweise für alle, die gerade selbst pflegen oder bald pflegen werden.
Wie Sie einen Pflegegrad beantragen, und warum die Begutachtung so oft an Scham und Beschönigung scheitert.
Wie ein Pflegealltag mit Betreuungskräften im eigenen Zuhause funktionieren kann.
Warum Bewegung der Schlüssel zu einem selbstbestimmten Alter ist.
Wie ein würdevolles Sterben zu Hause möglich wird, mit palliativer Begleitung.
Wie Pflegegeld, Pflegesachleistungen und Hilfsmittel zusammenspielen, und wo Geschäftemacher lauern.
Warum Krankenhausaufenthalte für alte Menschen gefährlich werden können und wie Sie gegensteuern.
Wie Vollmacht und Patientenverfügung im Ernstfall tatsächlich helfen.
Was sich politisch ändern muss, von aufsuchender Medizin bis zur Aufwertung der häuslichen Pflege.
Im Buch Anhang finden Sie die wichtigsten Anlaufstellen für pflegende Angehörige.
Über mich
Katarina Schickling //
Journalistin, Autorin und Dokumentarfilmerin
Ich bin Journalistin, Autorin und Dokumentarfilmerin. Ich war stellvertretende Chefredakteurin von Focus TV und habe die „ARDLebensmittelchecks“ mit Tim Mälzer entwickelt. Bisher habe ich vor allem über Ernährung und Konsum geschrieben, unter anderem „Besser einkaufen“, den Konsumkompass“ und „Die 100 besten Eco Hacks“.
Mit Pflege hatte ich bis zum Tod meines Vaters nichts zu tun. Ich wurde notgedrungen zur Expertin, durch Versuch und Irrtum, durch Hartnäckigkeit und viele Gespräche. Diese Erfahrungen gebe ich heute weiter, damit andere Familien nicht bei null anfangen müssen. Ich lebe in München.
Fragen & Antworten
Häufige Fragen //
Was tun, wenn ein Elternteil plötzlich pflegebedürftig wird?
Beantragen Sie sofort einen Pflegegrad bei der Pflegekasse. Ein formloser Anruf, eine E-Mail oder ein kurzes Schreiben genügt. Der Zeitpunkt des Antrags ist für den Leistungsbeginn entscheidend. Wichtig: Die Pflegeperson sollte bei der Begutachtung unbedingt anwesend sein. Viele Betroffene beschönigen aus Scham ihre Lage.
Berufstätige können bis zu zehn Arbeitstage der Arbeit fernbleiben und dafür flegeunterstützungsgeld
beantragen, in manchen Fällen gibt es auch einen Zuschuss zur Rentenversicherung. Pflegestützpunkte helfen kostenlos.
Wer zahlt die häusliche Pflege?
Die Pflegekasse beteiligt sich an den Kosten der häuslichen Pflege. Ab Pflegegrad 2 gibt es Pflegegeld. Wenn beispielsweise Angehörige die Pflege übernehmen, beträgt es aktuell zwischen 347 Euro (Pflegegrad 2) und 990 Euro (Pflegegrad 5) monatlich. Für einen ambulanten Pflegedienst übernimmt die Pflegekasse je nach Pflegegrad Kosten von bis zu 2.299 Euro im Monat. Beide Leistungen lassen sich anteilig kombinieren. Zusätzlich steht Pflegebedürftigen aller Pflegegrade bei häuslicher Pflege ein zweckgebundener Entlastungsbetrag von bis zu 131 Euro monatlich zu.
Ist das Buch ein Ratgeber?
Kein klassischer. Es ist ein sehr persönlicher Erfahrungsbericht, dabei aber journalistisch recherchiert und ergänzt durch Einschätzungen von Fachleuten. Wer selbst pflegt, findet darin viele praktische Hinweise, etwa zu Pflegegrad, Vollmachten oder Palliativversorgung, und im Anhang die wichtigsten Anlaufstellen. Vor allem aber zeigt es: Es ist möglich, seinen Lieben ein Leben und Sterben in Würde zu ermöglichen.
Ist das Buch nicht sehr traurig?
Nein. Das Buch erzählt auch von Abschied und Tod, aber sein erster Satz lautet: „Das Ende ist gut.“ Die 22 Monate Pflege waren auch eine Zeit der Nähe, der gemeinsamen Erlebnisse und des neu Kennenlernens. Die Wut im Buch richtet sich gegen das System, nicht gegen das Leben als Pflegende oder Pflegebedürftige. Das Buch macht Mut, für einen würdevollen Umgang mit alten Menschen zu kämpfen.
Softcover · YES PUBLISHING
An deiner Seite bis zuletzt //
Katarina Schickling: An deiner Seite bis zuletzt. Wie ich für einen würdevollen Tod meiner Mutter kämpfte und was ich dabei über Pflege lernte.
Verlag
Yes Publishing, 2026
Ausgabe
Softcover, 192 Seiten
Preis
18,00 €
ISBN
978-3-96905-461-1
Erscheint am
20. Oktober 2026
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